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Eisen-III-phosphat gegen Schnecken: Wirksamkeit und Gefahren für Haustiere.

weiße Schneckenkorn-Granulate auf Eisenphosphat-Basis

Schnecken sind für Gärtnerinnen und Gärtner mitunter eine wahre Plage, denn sie bedrohen Kulturen und Anpflanzungen.

Gegen diese Schädlinge hat sich das Eisen-III-phosphat als ökologische Alternative zum Metaldehyd durchgesetzt, einem chemischen Pestizid, das wegen seiner hohen Giftigkeit inzwischen verboten ist.

Doch obwohl es umweltfreundlicher ist, ist Eisen-III-phosphat nicht ohne Risiken – insbesondere für Haustiere und Wildtiere, die bei einer Aufnahme an einer schweren Eisenvergiftung leiden können.

Dieser Artikel beleuchtet die Vorteile und die Grenzen dieser Lösung im Kampf gegen Schnecken.

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Schneckennetz aus Kupfer

Warum ist Eisen-III-phosphat eine Alternative zu Metaldehyd?

Das Eisen-III-phosphat gilt vor allem aufgrund seines ökologischen Profils und seiner relativen Unbedenklichkeit als Alternative zum Metaldehyd. Hier eine Vorstellung und ein Vergleich der beiden Produkte:

Vorstellung der beiden Produkte:

  • Eisen-III-phosphat: Es ist eine natürlicherweise im Boden vorkommende Verbindung, die als Köder für Schnecken eingesetzt wird. Wenn die Tiere die Granulate aufnehmen, stört das Eisen-III-phosphat ihr Verdauungssystem und führt nach einigen Tagen zu ihrem Tod. Im Bio-Gartenbau wird es oft bevorzugt, da es sich auf natürliche Weise abbaut und keine giftigen Stoffe im Boden anreichert.
  • Metaldehyd: Es war eines der am häufigsten verwendeten Schneckenbekämpfungsmittel, bis es in vielen europäischen Ländern verboten wurde. Seine unmittelbare Giftigkeit richtete sich nicht nur gegen Schnecken, sondern beeinträchtigte auch Haustiere (Hunde, Katzen) und Wildtiere (Vögel, Igel) und verursachte schnelle und mitunter tödliche Vergiftungen. Darüber hinaus konnte Metaldehyd Böden und Gewässer verschmutzen.

Vergleich der beiden:

  • Giftigkeit für Tiere:

    • Metaldehyd: Sehr gefährlich; es ist dafür bekannt, bei Haus- und Wildtieren rasche Vergiftungen auszulösen. Es gibt kein spezifisches Gegenmittel, und selbst geringe Dosen können für neugierige Tiere wie Hunde tödlich sein.
    • Eisen-III-phosphat: Weniger giftig als Metaldehyd, aber dennoch potenziell gefährlich für Tiere. Wenn sie die Granulate in größeren Mengen aufnehmen (und das ist häufig der Fall, wie wir im dritten Teil dieses Artikels sehen werden), können die Tiere eine Eisenvergiftung erleiden, mit schwerwiegenden Folgen für Leber und Nieren. Die Symptome einer Eisenvergiftung sind oft subtiler und können sich erst mit Verzögerung zeigen.
  • Umweltauswirkungen:

    • Metaldehyd: Dieses chemische Pestizid ist nicht biologisch abbaubar und kontaminiert Böden und Wasser nachhaltig, wodurch es Ökosysteme weit über die Schnecken hinaus beeinträchtigt.
    • Eisen-III-phosphat: Biologisch abbaubar, hinterlässt es keine giftigen Rückstände im Boden, was es zu einer besser geeigneten Lösung für den biologischen Anbau macht. Zudem schadet es nützlichen Insekten wie Bienen oder Regenwürmern nicht.

Schneckenkorn-Granulate auf Eisen-III-phosphat-Basis sind für Hunde gefährlich

Die wenig bekannten Risiken von Eisen-III-phosphat für Tiere

Obwohl Eisen-III-phosphat häufig als ökologische und sichere Alternative zu chemischen Pestiziden wie Metaldehyd angepriesen wird, birgt es durchaus wenig bekannte Risiken für Tiere, insbesondere für Haustiere und Wildtiere. Hier ein Überblick über die wichtigsten Gefahren:

Giftigkeit für Haustiere

Eisen-III-phosphat kann zwar im Allgemeinen als sicherer gelten, aber bei Haustieren (wie Hunden und Katzen) eine Eisenvergiftung auslösen, wenn diese die Granulate aufnehmen. Die Tiere, die vom Geruch der Köder angelockt werden, können sie direkt verzehren oder indirekt, indem sie vergiftete Schnecken fressen.

  • Symptome der Vergiftung: Die Aufnahme von Eisen-III-phosphat kann bei Tieren schwere Symptome hervorrufen:
    • Erbrechen
    • Durchfall
    • Bauchschmerzen
    • Lethargie
    • In schweren Fällen kann dies zu irreversiblen Leber- oder Nierenschäden führen, ja sogar zum Tod, wenn nicht rasch eine Behandlung erfolgt.

Daher ist es für Tierhalterinnen und Tierhalter wichtig, ihre Gärten nach der Anwendung des Mittels zu überwachen und bei jedem Anzeichen einer Vergiftung wachsam zu bleiben.

Gefahren für andere Tiere

Neben den Haustieren ist auch die Tierwelt gefährdet. Vögel, Igel und andere Kleinsäuger können von den Granulaten angelockt werden oder tote bzw. geschwächte Schnecken fressen, nachdem diese Eisen-III-phosphat aufgenommen haben.

  • Indirekte Wirkung über die Schnecken: Tiere, die sich von Schnecken ernähren, wie Igel, können eine Sekundärvergiftung erleiden, wenn sie mit Eisen-III-phosphat belastete Schnecken aufnehmen. Dies könnte das natürliche Gleichgewicht der insektenfressenden Tierpopulationen beeinträchtigen, die eine entscheidende Rolle im Ökosystem spielen.

Wissenschaftliche Studie zur Untermauerung dieser Aussagen

  • Eisenvergiftung bei Haustieren: ein Zitat aus dem Artikel: „Insgesamt wurden 518 Anrufe erfasst (416 beim Hund und 102 bei der Katze), von denen 163 (149 beim Hund und 14 bei der Katze) als wahrscheinliche Vergiftung eingestuft wurden. Die wichtigste toxische Quelle ist das Schneckenbekämpfungsmittel auf Eisen-III-phosphat-Basis, das 50 % der Anrufe ausmacht (davon sind 28 % wahrscheinliche Fälle). Dieses Produkt ist also gefährlicher, als es auf der Verpackung oft angegeben wird (häufige Hinweise wie „schont Haustiere“ oder „ungefährlich für Tiere“).

Molekül Eisen-III-phosphat

Das Molekül des Eisen(III)-phosphats, auch Eisen(III)-orthophosphat genannt.

Vorsichtsmaßnahmen, um eine Vergiftung von Tieren zu vermeiden

Vorsichtsmaßnahmen, um eine Vergiftung von Tieren zu vermeiden

Auch wenn Eisen-III-phosphat eine ökologische Alternative zu Granulaten auf Metaldehyd-Basis ist, ist es nicht frei von Risiken für Haustiere und Wildtiere.

Daher ist es unerlässlich, bei seiner Anwendung bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um das Vergiftungsrisiko zu begrenzen.

Hier einige Empfehlungen, um Ihre eigenen Tiere und die in der Umgebung zu schützen.

1. Anwendungsmethoden

Die Art und Weise, wie Sie das Eisen-III-phosphat in Ihrem Garten ausbringen, kann das Expositionsrisiko für Tiere erheblich verringern. Hier einige Vorsichtsmaßnahmen, die Sie befolgen sollten:

  • Streuen Sie die Granulate sparsam aus: Bringen Sie eine dünne Schicht Granulate in den Bereichen aus, in denen die Schnecken am häufigsten vorkommen (unter den Pflanzen, in der Nähe der Kulturen), anstatt sie gleichmäßig über die gesamte Fläche zu verteilen.
  • Meiden Sie für Tiere zugängliche Bereiche: Versuchen Sie, die Anwendung in Bereichen zu begrenzen, in denen sich Ihre Haustiere oder Wildtiere aufhalten können. Wenn Sie Hunde oder Katzen haben, streuen Sie die Granulate nicht in der Nähe ihrer Spiel- oder Ruheplätze aus.
  • Bringen Sie das Mittel nach Sonnenuntergang aus: Da Schnecken nachts aktiver sind, lässt sich so die Zeit begrenzen, in der die Granulate Haustieren ausgesetzt sind, die vor allem tagsüber draußen sind.

2. Ersatzlösungen zur Risikominderung

Um das Risiko einer Aufnahme durch Tiere zu minimieren und gleichzeitig wirksam gegen Schnecken vorzugehen, gibt es praktische Lösungen:

  • Verwenden Sie Köder in geschlossenen Boxen: Diese Boxen ermöglichen es den Schnecken, an die Köder zu gelangen, verhindern aber, dass Haustiere oder Vögel Zugang dazu haben. Boxen vom Typ „Schneckenfalle“ können selbst gebaut oder im Handel gekauft werden.
  • Platzieren Sie Barrieren rund um die behandelten Bereiche: Sie können die Bereiche, in denen Sie Granulate ausgebracht haben, mit niedrigen Barrieren oder Zäunen umgeben, sodass Tiere keinen Zugang dazu haben.

3. Was tun im Falle einer Aufnahme?

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Tier Eisen-III-phosphat aufgenommen hat, ist es entscheidend, rasch zu handeln:

  • Kontaktieren Sie umgehend eine Tierärztin oder einen Tierarzt: Je früher Ihr Tier behandelt wird, desto besser stehen die Chancen auf Genesung. Teilen Sie der Tierärztin oder dem Tierarzt mit, dass es sich bei dem betreffenden Produkt um Eisen-III-phosphat handelt, damit die passende Behandlung eingeleitet werden kann.
  • Versuchen Sie nicht, ohne ärztlichen Rat Erbrechen herbeizuführen: Manche Produkte oder Behandlungen können die Lage verschlimmern, und nur eine Tierärztin oder ein Tierarzt kann die richtigen Anweisungen geben, um Komplikationen zu vermeiden.

Wenn Sie diese Vorsichtsmaßnahmen beachten, können Sie Eisen-III-phosphat einsetzen und zugleich Ihre Haustiere und die heimische Tierwelt wirksam vor Vergiftungsrisiken schützen.

Die Fressfeinde der Schnecken

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Darin finden sich unter anderem gut ein halbes Dutzend Video-Tests.

Hier ist der Artikel: Schnecken-Bereich der Website

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Ich hoffe, dieser Artikel hat Ihnen gefallen und Ihnen neue Werkzeuge an die Hand gegeben, um frei und selbstbestimmt zu gärtnern – und dabei zu verstehen, was Sie tun und warum Sie es tun.

Bis bald,

Robin.

Die Informationen in diesem Artikel wurden gemäß den in unseren redaktionellen Richtlinien festgelegten Kriterien ausgewählt und überprüft.

Schluss mit Schnecken. Endgültig. Ab dieser Saison.

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Wissenschaftliche Quellen

  • Review of the molluscicide metaldehyde in the environment
  • Eisenvergiftung bei Haustieren: ein Zitat aus dem Artikel: „Insgesamt wurden 518 Anrufe erfasst (416 beim Hund und 102 bei der Katze), von denen 163 (149 beim Hund und 14 bei der Katze) als wahrscheinliche Vergiftung eingestuft wurden. Die wichtigste toxische Quelle ist das Schneckenbekämpfungsmittel auf Eisen-III-phosphat-Basis, das 50 % der Anrufe ausmacht (davon sind 28 % wahrscheinliche Fälle). Dieses Produkt ist also gefährlicher, als es auf der Verpackung oft angegeben wird (häufige Hinweise wie „schont Haustiere“ oder „ungefährlich für Tiere“).

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